Hundehaftpflicht

Hundehaftpflicht – eine Hundehaftpflichtversicherung springt dann ein, wenn der eigene Vierbeiner Schäden anrichtet.

Haustiere begegnen uns auf Schritt und Tritt. Und vielleicht gehören ja auch Sie zu den rund 15 Mio. Haushalten, die im Jahr 2010 einem Vierbeiner ein Heim gegeben haben. Spitzenreiter ist und bleibt die Katze. Mit knapp 5 Mio. Haushalten belegte der Hund im Jahr 2010 einer GfK-Erhebung zufolge den zweiten Rang. Auf den ersten Blick überraschend wenig. Wenn man aber bedenkt, dass in nicht wenigen Haushalten mehr als ein Hund lebt, dürfte in Deutschland mehr als eine Handvoll dieser treuen Vierbeiner leben.

Für Sie als Halter wird der Hund mitunter aber zu einem teuren Spaß. Die Rede ist an dieser Stelle nicht so sehr von den laufenden Kosten, die beispielsweise für Futter, tierärztliche Untersuchungen oder Hundesteuer anfallen. Einige Hundehalter haben in der Vergangenheit die Erfahrung machen müssen, dass Hunde zu einer echten Belastung fürs Vermögen werden können.

Haftpflichtrisiko Haustierhaltung

Hintergrund sind die gesetzlichen Regelungen zur Haustierhaltung bzw. die sich für Sie daraus ergebenden Haftpflichtrisiken. Letztere entstehen vor allem aufgrund von § 833 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch). Darin ist verankert, dass der Halter eines Haustieres – also beispielsweise Sie für ihren Hund – für Schäden aufkommen muss, welche durch das Tier verursacht werden. Diese Regelung betrifft:

  • Personenschäden
  • Sachschäden

Die Haftungshöhe ist nach oben nicht weiter begrenzt. Es kann also durchaus sein, dass ihr Vierbeiner zu einer erheblichen Belastung wird.

Eine Privathaftpflicht reicht für Hundehalter nicht aus

Das Problem: Viele Hundehalter wiegen sich durch eine privat abgeschlossene Haftpflichtversicherung in Sicherheit. Allerdings schränken die meisten Versicherungsunternehmen in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen zu den Policen die Geltung für die Haltung von Haustieren ein. Kleintiere bis hin zu Katzen sind regelmäßig in den Versicherungsschutz eingeschlossen – Hunde dagegen nicht. Tritt dann ein Schaden ein, ist es für eine wirksame Vorsorge meist zu spät. Dennoch können Sie als Hundehalter Vorsorge betreiben. In der Vergangenheit sind Tarife mit einer Ausschnittsdeckung entstanden, die sich explizit an Halter von Hunden richten. Versichert sind hier die spezifischen Risiken, denen Sie als Hundehalter ausgesetzt sind.

Hundehaftpflichtversicherung – genau hinschauen

Die Hundehaftpflichtversicherung ist leider nicht in jeder Gesellschaft ein Standardprodukt im Bereich Haftpflichtversicherung. Es sind derzeit nur einige Unternehmen, die entsprechende Tarife für Sie im Portfolio führen. Grundsätzlich deckt diese Ausschnittsversicherung durch den versicherten Hund entstehende Personen- und Sachschäden – im Rahmen der versicherten Deckungssummen.
Darüber hinaus können zum Umfang der Hundehaftpflichtversicherung weitere Leistungen gehören, wie:

  • die Versicherung von Mietsachschäden
  • die Versicherung von Aufsichtspersonen
  • Versicherungsschutz für Welpen
  • Rettung und Bergung
  • Ansprüche von Tierhütern gegen den Versicherungsnehmer
  • der Versicherungsschutz im Ausland.

Allerdings sind solche Leistungen nicht Bestandteil jeder Hundehaftpflichtversicherung, die einzelnen Tarife unterscheiden sich teils erheblich – etwa, wenn es um den ungewollten Deckakt geht. Eine Tatsache, welche leider auch für die Höhe der Deckungssummen reicht. Die Palette bewegt sich in diesem Zusammenhang zwischen wenigen Mio. Euro bis zu zehn Mio. Euro – mit oder ohne Selbstbeteiligung.

Listenhunde werden häufig abgelehnt

Darüber hinaus müssen Sie als Halter teilweise sehr genau auf das Kleingedruckte achten. Nicht jede Hunderasse lässt sich im Rahmen einer Hundehaftpflichtversicherung versichern. Regelmäßig ausgeschlossen wird eine Absicherung von sogenannten Listenhunden, die umgangssprachlich als Kampfhunde aufgefasst werden. Inwiefern ihre Hunderasse darunter fällt oder ob per Direktionsanfrage der Versicherungsschutz dennoch möglich ist, erfahren Sie nur durch den näheren Kontakt zu einem Makler oder der Gesellschaft.

Tipp: Tarife, in denen kein Rasseausschluss stattfindet, sind meist erheblich teurer als Policen mit Rasseprüfung – bei teilweise deutlich niedrigeren Leistungen. Natürlich gibt es jedoch auch hier Unterschiede, wie unser Hundehaftpflicht Vergleich eindrucksvoll zeigt.

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